Dampfe die Kaffeetasse mit Kaffeebohnen mit den Schildern A und R für Arabica und Robusta. KI generiert das Bild.

Arabica vs. Robusta: Die Unterschiede einfach erklärt

Arabica vs. Robusta – Was ist der Unterschied?

Hallo zusammen,

heute geht es um das Thema Arabica und Robusta, also um die beiden wichtigsten Kaffeesorten überhaupt. Wenn ihr euch schon mal eine Kaffeepackung angeschaut habt, ist euch bestimmt aufgefallen, dass da oft "100% Arabica" draufsteht oder manchmal auch eine Mischung aus Arabica und Robusta drin ist. Aber was bedeutet das eigentlich genau, und wo liegt der Arabica Robusta Unterschied? Das schauen wir uns heute mal in Ruhe an, damit ihr beim nächsten Kaffeekauf genau wisst, was ihr da eigentlich in der Hand haltet.

Die botanischen Grundlagen – woher kommen die beiden?

Fangen wir mal ganz von vorne an: Arabica und Robusta sind zwei verschiedene Pflanzenarten aus der Familie der Kaffeegewächse. Die Arabica-Pflanze, botanisch Coffea arabica genannt, ist quasi die Diva unter den Kaffeepflanzen – sie braucht ganz bestimmte Bedingungen, um richtig gut zu wachsen. Die Robusta-Pflanze hingegen, die eigentlich Coffea canephora heißt, ist deutlich robuster und widerstandsfähiger, daher auch der Name. Arabica wächst am liebsten in höheren Lagen zwischen 900 und 2000 Metern, wo es kühler ist und die Temperaturen so zwischen 15 und 24 Grad liegen. Die Robusta-Pflanze ist da nicht so wählerisch und kommt auch in tieferen Lagen zwischen 300 und 800 Metern klar, wo es wärmer und feuchter ist.

Was das für den Anbau bedeutet? Nun, Arabica ist deutlich anfälliger für Krankheiten, Schädlinge und Temperaturschwankungen. Die Pflanze braucht mehr Pflege, mehr Aufmerksamkeit und die richtigen klimatischen Bedingungen. Robusta ist da ein ganz anderes Kaliber – die Pflanze ist härter im Nehmen, verträgt mehr Hitze und ist resistenter gegen Krankheiten. Das macht den Anbau einfacher und oft auch günstiger, was sich dann natürlich auch im Preis niederschlägt.

Geschmack und Aroma – hier wird's interessant

Jetzt kommen wir zum spannenden Teil, nämlich dem, was ihr am Ende in der Tasse schmeckt. Der Arabica Robusta Unterschied ist hier wirklich deutlich zu merken, wenn man mal bewusst darauf achtet. Arabica-Bohnen haben in der Regel ein komplexeres, feineres Aromaprofil mit einer angenehmen Säure. Ihr findet da oft fruchtige, blumige oder auch nussige Noten, manchmal auch eine leichte Süße. Die Säure ist dabei nicht unangenehm, sondern gibt dem Kaffee eine gewisse Lebendigkeit und Frische – vorausgesetzt natürlich, die Bohnen werden ordentlich geröstet, so wie wir das bei DELEST mit unserer Langzeit-Trommelröstung machen.

Robusta-Bohnen schmecken dagegen kräftiger, erdiger und oft auch ein bisschen bitterer. Die haben weniger Säure, dafür aber mehr Wucht und Körper. Manche beschreiben den Geschmack als holzig oder erdig, manchmal auch ein bisschen nussig. Das ist nicht schlechter, sondern einfach anders – eine Frage des persönlichen Geschmacks und auch der Verwendung.

Koffeingehalt – wer haut mehr rein?

Ein wichtiger Punkt beim Arabica Robusta Unterschied ist auch der Koffeingehalt. Robusta-Bohnen haben deutlich mehr Koffein als Arabica – ungefähr doppelt so viel, um genau zu sein. Während Arabica so bei 1,2 bis 1,5 Prozent Koffein liegt, kommt Robusta auf 2 bis 2,5 Prozent. Das Koffein dient der Pflanze übrigens als natürlicher Schutz gegen Schädlinge, und das erklärt auch, warum die robustere Pflanze mehr davon hat. Für euch als Kaffeetrinker bedeutet das: Wenn ihr einen richtig kräftigen Wachmacher braucht, ist ein höherer Robusta-Anteil nicht verkehrt. Wenn ihr eher den Genuss und das Aroma in den Vordergrund stellen wollt, seid ihr mit Arabica besser bedient.

Form und Aussehen der Bohnen

Wenn ihr mal rohe Kaffeebohnen nebeneinander legt, könnt ihr den Unterschied auch optisch erkennen. Arabica-Bohnen sind eher oval und länglich, mit einem geschwungenen Einschnitt in der Mitte, der ein bisschen wie ein S aussieht. Robusta-Bohnen sind runder, kleiner und haben einen geraden Einschnitt. Nach der Röstung ist der Unterschied nicht mehr ganz so deutlich zu sehen, aber wenn ihr genau hinschaut, könnt ihr es immer noch erkennen.

Preis und Verfügbarkeit

Arabica macht etwa 60 bis 70 Prozent der weltweiten Kaffeeproduktion aus, Robusta die restlichen 30 bis 40 Prozent. Trotzdem ist Arabica in der Regel teurer, weil der Anbau aufwendiger ist und die Bohnen als hochwertiger gelten. Robusta ist günstiger in der Produktion und wird oft für günstigere Kaffeemischungen verwendet, gerade im Supermarkt findet ihr da viele Produkte mit hohem Robusta-Anteil. Das heißt aber nicht automatisch, dass Robusta schlecht ist – es kommt immer auf die Qualität der Bohnen und vor allem auf die Röstung an.

Wofür wird was verwendet?

In der Praxis werden Arabica und Robusta oft gemischt, je nachdem, was man erreichen möchte. Für klassischen Filterkaffee oder hochwertigen Espresso wird meist 100% Arabica verwendet, weil das Aroma einfach feiner und komplexer ist. Bei uns im DELEST Sortiment setzen wir auch auf hochwertige Arabica-Bohnen, die wir dann über 20 bis 30 Minuten in unserem alten Probat-Trommelröster von 1953 schonend rösten. Das Ganze wird vom Röstmeister persönlich überwacht, damit die Bohnen ihr volles Aroma entfalten können und schön säurearm werden.

Robusta findet ihr oft in italienischen Espresso-Mischungen, weil die Bohnen für eine schöne, stabile Crema sorgen und dem Espresso mehr Körper geben. Gerade in Süditalien wird traditionell mehr Robusta verwendet als im Norden. Auch in löslichem Kaffee steckt oft ein hoher Robusta-Anteil, weil die Bohnen günstiger sind und das kräftige Aroma sich auch nach der Verarbeitung noch gut durchsetzt.

Was ist jetzt besser für euch?

Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, weil es wirklich auf euren persönlichen Geschmack ankommt. Wenn ihr Wert auf ein feines, komplexes Aroma legt und Kaffee eher als Genussmittel seht, dann seid ihr mit hochwertigem Arabica gut beraten. Wenn ihr einen kräftigen, wuchtigen Kaffee mögt, der euch morgens ordentlich wachrüttelt, kann auch eine Mischung mit Robusta-Anteil das Richtige sein. Wichtig ist in beiden Fällen: Die Qualität der Bohnen muss stimmen, und die Röstung muss handwerklich sauber gemacht sein. Industriell in 90 Sekunden durch 800 Grad geschossene Bohnen schmecken einfach nicht, egal ob Arabica oder Robusta.

Der Arabica Robusta Unterschied ist also gar nicht so kompliziert: Es sind einfach zwei verschiedene Pflanzen mit unterschiedlichen Eigenschaften, die unterschiedlich schmecken und unterschiedlich verwendet werden. Probiert am besten selbst aus, was euch besser schmeckt – euer Gaumen ist am Ende der beste Ratgeber.

Tschau und bis zum nächsten Mal!

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